Jürgen & Brigitte

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Nun war es doch soweit!
Ich bin immer noch ein wenig neben der Spur. Denn gestern war für Brigitte und mich kein normaler Tag. Gestern geschah etwas ganz besonderes in unserer Beziehung. Denn ob ihr es glaubt oder nicht: gestern hatte ich endlich allen Mut zusammengenommen und ihr einen Antrag gemacht! Genau deshalb konnte ich auch gestern mit den Jungs nicht zum Fußball – denn manchmal gibt es einfach wichtigeres im Leben. (Verzeiht mir, Jungs!)

Das Ganze lief wie folgt ab: Da Brigitte sich schon lange einen gemeinsamen, ruhigen Abend ohne Stress und Verpflichtungen gewünscht hatte, habe ich mir gedacht, erfülle ich ihr diesen Wunsch! Ich plante alles bis ins kleinste Detail! Zuerst wollte ich sie richtig verwöhnen, mit einem Drei-Gänge-Menü. Da sie Vegetarierin ist, habe ich auch extra viele tolle Gerichte ohne Fleisch für sie herausgesucht. Zur Nachspeise sollte es dann ein Liebeslied von mir geben und danach wollte ich ihr den Antragsring überreichen.

Doch bereits die Suche nach dem perfekten Verlobungsring aus Silber war sehr aufwendig. Denn ich hatte mich schon wochenlang vorher auf die Suche gemacht und mir die verschiedensten Juweliere angeschaut. Doch irgendwie war nie das Richtige dabei. Ich wollte einen Ring, der nicht allzu kitschig war. Außerdem sollte er später auch als Trauring tragbar sein. Denn wir hatten uns eigentlich nicht vorgenommen, extra Verlobungsringe und noch einmal Trauringe zu tragen. So suchte ich einen Ring, der sowohl auffällig war, als auch später als idealer Trauring weitergetragen werden konnte. Bei einem kleinen Juwelier fand ich ihn dann: den idealen und einzigartigen Trauring, der auch aufwendig genug verarbeitet war, um dem Verlobungsring gerecht zu werden. Da ging gerade noch mal alles gut. Denn ich hatte schon Tage vorher Brigitte von meinem Plan, sie mal so richtig zu verwöhnen, erzählt und wenn ich bis dahin keinen Ring gefunden hätte, wäre mein ganzer Plan ins Wasser gefallen...

Und auch an dem besagten Abend lief alles super. Brigitte kam gestresst von der Arbeit nach Hause und war froh, mich endlich in den Armen zu halten. Ich lieferte ihr ein ganz besonderes Drei-Gänge-Menü mit allem drum und dran. Nach dem Dessert ging ich unter einem Vorwand noch einmal in die Küche und holte meine Gitarre. Ich kniete mich vor sie nieder und sang ihr mein eigens komponiertes Lied. Sie war begeistert! Endlich ein richtig seliges Lächeln auf dem Gesicht. Als ich dann die Gitarre beiseite legte und eine Ringschachtel aus der Hosentasche zauberte, kam ganz viel Erstaunen in ihre Gesichtszüge. Ich stellte die Frage und hatte schon Angst, sie würde nein sagen. Zitternd hielt ich ihr den Ring hin. Doch sie lächelte und sagte – nein schrie - „JA!“ und fiel mir in die Arme. Mann, war ich froh! Es hat sich also gelohnt, mal einen Abend ohne den Jungs auszukommen! ;-)
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